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Die Zauberflöte

Schülerprojekt

Samstag, 7. September 2013, 18 Uhr

Sonntag, 8. September 2013, 18 Uhr

Bravo, bravissimo, da capo! Welch ein Erfolg! Die überwältigende Nachfrage nach weiteren Aufführungen hat gewirkt! Wir haben uns daraufhin freudig entschlossen, 2 weitere Vorstellungen zu geben, am Samstag, den 7. und Sonntag, den 8. September, jeweils um 18.00 Uhr!
Wir öffnen erneut die Türen des Theatersaals, liebe Leserinnen und Leser, sagen Sie's Verwandten, Freunden und Nachbarn weiter!

Ihr Roberto Pellacini

Pressestimmen:

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Waldorfschulen,

(...) Hin und wieder habe ich das Glück, einzelne Festspielaufführungen miterleben zu dürfen. Nicht lange her, da wurde zum Beispiel "Die Zauberflöte" gegeben, unter der Regie von Jens-Daniel Herzog un mit Nikolaus Harnoncourt am Dirigentenpult. Was haben wir erlebt? Ein Spiel in einer Nervenheilanstalt, Sarastro als Chefarzt, Tamino und Pamina mit Drogen versorgt, damit die Reise durch Feuer und Wasser beginnen kann ... Ein paar Zuschauern hat es auch gefallen.
Musik und Stimmen waren natürlich erstklassig. Nur: Was ist der Sinn? Welchen Seelengehalt nehmen die Zuschauer mit nach Hause?

Zeitsprung und Schauplatzwechsel: Ein Dreivierteljahr später, rund 700 km entfernt im großen Saal der Waldorfschule Hamburg-Nienstedten. Der gleiche Titel, die bekannte Musik - wenn auch mti Klavier: meisterlich Friederike Hansen - und doch nicht dasselbe Stück: Schüler der Oberstufe in den Hauptrollen, unterstützt von ihren Kameraden aus den unteren Klassen, beschenkten, ja beglückten die begeisterten Zuschauer gleich an mehreren Abenden hintereinander. Und wenn dann nach fast schon dreieinhalb Stunden wechselhafter Mysterienhandlung zur berühmten Textstelle "In diesen Heil'gen Hallen kennt man die Rache nicht" im Saal die Lichter aufschimmern und die anwesenden Zuschauer sich selbst und die Darsteller auf der Bühen zur selben Zeit sahen und sich bewusst wurden, dass der Weisheitstempel überall dort ist, wo sich Priester und Adepten die Händer reichen bei der gemeinsamen Aufgabe, das Licht der Erkenntnis in die Welt zu tragen, dann blieb die Frage nach dem Sinn gewiss nicht unbeantwortet.

Spielleiter Roberto Pellacini, langjähriger Lehrer an dieser Schule und Inaugurator des Projekts, hielt eine leidenschaftliche Begrüßungsrede, die eines der Hauptanliegen der Waldorfpädagogik wunderbar darlegte:

"Durch die Kunst lernen die Schüler in der Waldorfschule, sich in intimster Weise mit dem Schönen und Nicht-Schönen auseinanderzusetzen, denn erst die Ausübung der Kunst mach den Menschen sensibel dafür, was moralisch-ethisch zu vertreten ist. Empfindet der Mensch nicht, was schön und hässlich ist, wird er auch nicht erkennen, wie weisheitsvoll die gesamte Welt- und Menschennatur und deren innerster Zusammenhang erschaffen worden ist. Durch die Kunst lernt er Verantwortung zu tragen, nicht nur für das, was um ihn ist, sondern auch für sich selbst. Das Unschöne in der Welt wird dadurch verwandelt zum Schönen."

Denn das ist es, was die Waldorfpädagogik auszeichnet: Den Menschen in seiner Idealgestalt anzustreben, indem das ganze Wesen einer jeden Individualität angesprochen wird. Methodenvielfalt, von der in der Pädagogik derzeit viel gesprochen wird, ist eben nur der eine Teil. Das ganzheitliche Menschenbild, wie es der Waldorfpädagogik zugrunde liegt, ist der andere, der niemals fehlen darf. Die Voraussetzung dafür sind aber entsprechend künstlerisch ausgebildete, "veredelte" Pädagogen. Dies zu fördern ist das Anliegen der Studienhilfe.
In Hochstimmung verließen wir nach der Aufführung den Theatersaal in dem Wissen, dass diese Waldorfschüler ein Leben lang die Fackel der Weisheit in ihrem Herzen mitführen werden.
In diesem Sinne möcht ich Ihnen, liebe Freunde, aufs Neue herzlich dafür danken, dass Sie sich durch Ihr Interesse und Ihre Gaben für den unverzichtbaren Kulturfaktor Waldorfschule einsetzen.

Ein friedliches Jahr 2014 wünscht Ihnen von Herzen
Ihre
Ghiga von Smiechowska
(verantwortlich für die Stipendienvergabe der Studienhilfe)

erschienen im "Nachrichtenbrief" Nr. 26 der Studienhilfe in der GinkgoStiftung