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Waldpraktikum der 7. Klasse

In der 7. Klasse findet traditionell ein Forstpraktikum statt. Unsere Kinder fahren in den Harz und arbeiten dort gemeinsam mit Förstern und Waldarbeitern. Wie das ablaufen kann, erzählt anschaulich der folgende kleine Text. Es handelt sich um Ausschnitte aus Aufsätzen einzelner Schülerinnen und Schüler der jetzigen 7. Klasse.

Am Dienstagmorgen trafen wir uns in Achtergruppen bei den Forstwirten. Da es noch so früh morgens war, sah man noch die ganzen Spinnennetze, wo viele kleine weiße Tropfen drauf waren. Jede Gruppe bekam einen Forstwirt zugeteilt. Als wir an unserer Arbeitsstelle ankamen, bekam jeder einen Waldteufel oder eine Bügelsäge. Wir sollten in eingezäunten Gebieten Eiben freischneiden. Nachdem das geschafft war, machten wir eine kurze Pause. Danach fuhr Jens uns zu zwei Ameisenhügeln. Dort durfte, wer wollte, lebendige Waldameisen essen. Jens meinte, wenn man sieben Ameisen isst, kriegt man an dem Tag keine Zecken und Mückenstiche. Die Ameisen schmeckten sehr sauer. Wir hielten auch ein Taschentuch in den Hügel hinein. Als wir es heraus zogen, stank es wegen der Ameisensäure. Dann säuberten wir Nistkästen. In einem Nistkasten wohnte eine Haselmaus, in einem anderen war ein Hornissennest, aber in den meisten sahen wir nur noch alte Vogelnester. Nachdem wir die Nistkästen gesäubert hatten, fuhren wir wieder ins Heim zurück.

Nach der Mittagspause hatten wir Unterricht. Bei Herrn Bleek bastelten wir Sachen, bei Herrn Weitkamp schnitzten wir Trapezaffen und bei Frau Oldopp haben wir Traumfänger gebastelt. In den letzten Tagen kam Frau Kuth, die Frau Oldopp ersetzte. Frau Kuth machte mit uns Spiele.

Das Lagerfeuer war für uns ein Highlight. Am Anfang machten wird es noch draußen, aber nachdem die Jungs Deospraydosen reingeworfen hatten, hat es irgendjemand mit Wasser ausgemacht. Aber trotzdem haben wir es geschafft, es wieder anzumachen. Da es dann aber oft geregnet hat, haben es einige Mädchen ins Tippi verlegt, und dort brannte es dann auch gut! Aber wenn man aus dem Tippi kam, war man geräuchert. Zum Glück machte das den meisten nichts aus.  

Nach dem Ausschlafen an den Regentagen ging es wie immer zum Frühstück, wonach jeder sein Zimmer aufräumte. Danach konnte man zu seinen Freunden, lesen, Billard oder Tischkicker spielen, oder im Achteckzimmer pokern, wobei mancher von einer Wespe gestochen wurde, die aus dem Wespennest,  das in der Wand lag, gekommen war. Bei Handarbeit, Werken, Gartenbau verteilte sich jeder auf die verschiedenen Gruppen und machte entweder sein Teleskop, Hampelmann, Traumfänger oder Kreisel fertig. Beim alltäglichen Abendkreis machten wir einen Rückblick auf den Tag und was am nächsten Tag bevorstehe. Als dann um 21:00 Uhr Bettruhe war und alle im Bett waren, huschten noch ein paar Wildschweine laut grunzend durch die Gegend, und alles schlief ein.                                   Die 7. Klasse