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Eismeerfahrt

Der nördlichste Punkt unserer Reise war das Polarmeer. Von Kilpisjärvi, des am Dreiländereck zwischen Finnland, Schweden und Norwegen liegt, sind wir ca. eine Stunde mit dem Bus über Skiboten an das Südende des Storfjords in Norwegen gefahren.

 

Hier haben wir verschiedene Untersuchungen und Beobachtungen gemacht:

 

1) Die Sichttiefe des Wassers haben wir wie folgt gemessen.

 

In ein Glasrohr, auf dessen Grund sich eine schwarz-weiße Scheibe befindet, gießt man solange vorsichtig Wasser hinein, bis man das Schwarz und Weiß der Grundplatte nicht mehr unterscheiden kann. Sand und Schlamm dürfen hierbei nicht mit eingefüllt werden. Jetzt leist man die Höhe des Wasserstandes in cm ab. Das Ergebnis sagt etwas über die Trübe des Wassers aus. Bei uns betrug die Sichttiefe 150cm. Dieser Wert lässt sich natürlich nur im Vergleich bewerten. Die Methode ist sicher auch für unsere Elbwasseruntersuchung geeignet.

 

2) Im Wasser und Watt des Polarmeeres haben wir folgende Pflanzen und Tiere gefunden:

 

a) Algen: - verschiedene Grünalgen ( Chlorophyta ):

 

grüne Fadenalgen und Meersalat ( Ulva lactuca)

 

- verschiedene Braunalgen ( Phalophyta):

 

zwei Arten von Blasentang ( Fucus )

 

b) Muscheln: - Miesmuscheln

 

- Herzmuscheln

 

- weitere kleine runde Arten

 

c) Quallen und Krebse: - einen kleinen Krebs

 

- eine Qualle

 

d) Wattvögel: - mit Hilfe mehreren Spektiven haben wir verschiedene

 

Wattvöge beobachtet, aber nicht näher bestimmt.

 

3) Zusammenfassung

 

 

Die Tiere und Algen gleichen sehr denen, die wir vom Watt und Wasser der Nordsee kennen. Sie sind uns als Schüler aus Norddeutschland sehr vertraut. Es hat uns jedoch sehr erstaunt , dass hier, weit nördlich des Polarkreises, eine ähnliche Artenvielfalt in den Fjorden ist, wie bei uns in der Nordsee.

 

Für die finnischen Schüler, die aus Oulu an der nördlichen Ostsee kommen, war das Wattenmeer mit den typischen Pflanzen und Tieren schon viel fremder. Wie fremd mag der Eindruck des Polarmeeres aber erst für türkischen Schüler gewesen sein, die in Istanbul am Bosporus bzw. dem warmen Marmarameer leben.

 

Vielleicht wird eine nächste Klimareise uns in Erstaunen versetzten, wenn wir zusammen die Pflanzen- und Tierwelt am warmen Marmarameer erkunden.