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Tewje der Milchmann

Drama von Schalom Rabinowitsch
Klassenspiel der 8. Klasse
(29.02./ 01.03./ 02.03.08 im Theatersaal der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Nienstedten)

Tewje der Milchmann spielt im Jahr 1905 in dem russischen Dorf Anatevka. Tewje und seine Familie leben in Armut auf einem kleinen Hof. Zu seiner Familie zählen seine Frau Golde und seine fünf heiratsfähigen Töchter Zeitel, Hodel, Chava, Sprintze und die Jüngste, Bejlke. Ihre Lebensgewohnheiten werden auf den Kopf gestellt, als der Fleischer, Lejser Wolf, um die Hand der ältesten Tochter anhält. Doch diese hat sich schon heimlich mit dem Schneider Motel verlobt. Tewje erbarmt sich seiner Tochter und gibt seine Erlaubnis zur Hochzeit.

Als ein junger Student aus Kiew namens Pertschik bei Tewje zum Sabbat eingeladen wird, verliebt sich Hodel in ihn. Obwohl er sie verlassen muss, um die großen Veränderungen in der Welt in Gang zu bringen, nimmt Hodel den Heiratsantrag von Pertschik an.
Als die Nachricht sie erreichte, dass er im Gefängnis sitzt, folgt sie ihm nach Sibirien mit dem Wissen, dass sie ihre Familie wahrscheinlich nie wieder sehen wird.

Der Russe Fedja , der nicht jüdischen Glaubens ist , hält um Chavas Hand an, sie stimmt der Hochzeit zu. Nun muss sich Tewje  zwischen seinem Glauben und seiner  geliebten  Tochter endscheiden. Diesmal ist ihm sein Glaube wichtiger und so ist Chava für ihn „gestorben“ .  Die beiden jüngsten Töchter, Sprintze und Bejlke, haben sich in zwei junge,charmante  Männer verguckt . Doch die junge Liebe zwischen  Sprinze und Arontschik wird durch Arontschiks Onkel vereitelt, da er es für eine Schande hält , sich mit einer armen Familie zu verschwägern. Die Verbindung zwischen Bejlke und Pedozur löst sich wieder auf , als die Juden aus Anatevka  vertrieben werden und Tewje mit seiner Familie nach Amerika ziehen will , während Pedozur zu seinem Onkel nach Wien reist . Das Stück endet mit einem Treffen aller Dorfbewohner auf dem Dorfplatz, die sich voneinander  und von ihrem geliebten Anatevka  verabschieden und für  immer „ Leb Wohl“ sagen.

Die Probenarbeit
Vier Monaten haben wir an unserem Klassenspiel Tewje der  Milchmann geprobt. Zu Beginn konnten wir uns noch nicht vorstellen, wie sich die Arbeit am Stück  entwickeln würde.
Mit der Zeit entstanden Bilder vor unseren Augen und wir konnten allmählich erahnen, wie es einmal werden könnte. So entwickelten wir viele Ideen, die wir in das Klassenspiel einbrachten.

Wir gingen durch Höhen und Tiefen, aber  während des intensiven Probenwochenendes konnten wir neuen Mut fassen, denn dann war auch das Bühnenbild weitgehend fertig.

Mit Hilfe von Marion Ehrsam, die uns mit viel Geduld anleitete, perspektivisch und in riesigen Dimensionen ein Bühnenprospekt zu malen, haben wir wertvolle Erfahrung sammeln dürfen.
Unsere Probenzeit bleibt unvergesslich und wir werden uns immer gern an sie zurückerinnern.