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Fremdsprachen

An der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Nienstedten wird ab der 1. Klasse Englisch und Französisch unterrichtet. Der Sprachunterricht beginnt so früh, weil der Unterricht mit der Nachahmungsfähigkeit der Kinder arbeitet, der in den ersten drei Schuljahren besonders groß ist. Es geht zunächst also vor allem um Sprachwahrnehmung.

Die Waldorfpädagogik will die vom eigenen Spracherlernen her lebendigen Imitationsreflexe nutzbar machen, um den anderen Klang, die fremde Sprachmelodie spielerisch in Ohr und Mund zu bringen. So erwerben die Schüler in den ersten Jahren Redewendungen, Sprichwörter, Reime und vor allem Lieder. Sie erüben Grundwortschatz in Sprachspielen und indem sie Rollen in kleinen Theaterstücken einstudieren.

Ab der 4. Klasse beginnt dann der Unterricht mit dem Üben von Lesen und Schreiben der fremden Sprache.

In der 9. Klasse können die Schüler zwischen Französisch und Latein als zweiter Fremdsprache wählen. Bis zur 12. Klasse werden englische und französische Texte gelesen, das freie Schreiben geübt, Referate gehalten, Grammatik gelernt.

Der waldorfpädagogische Sprachunterricht arbeitet mit Elementen, die sowohl im Erlernen der Muttersprache zu finden sind, als auch in den Prozessen, die ein Mensch durchmacht, der sich unvorbereitet in eine ihm fremde Sprachwelt hineingestellt sieht. Beide, Kleinkind und Mensch in fremder Umgebung,  müssen und können vielfältigere Seelenkräfte zum Spracherwerb aufbieten als jemand, der seine Lektionen nur dem Lehrbuch entnimmt.