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Gartenbau

Der Gartenbauunterricht beginnt in der 3. Klasse mit der Feldbau-Epoche, in der die Schüler Korn anbauen, dreschen, mahlen und es zu Brot verarbeiten. In den Klassen 6-8 ist dann die praktische Tätigkeit ganzjährig auf dem Stundenplan. Hier wird, von der Jahreszeit abhängig, im Schulgarten verschiedenen Tätigkeiten nachgegangen. 

In der 6. Klasse hat jeder Schüler ein eigenes Blumenbeet und lernt eine Vielzahl der Blumen und ihre Pflege im Jahreslauf kennen.

In der 7. Klasse bearbeitet jeder Schüler mit einem Freund ein Gemüsebeet, wobei eigene Überlegungen und Entscheidungen bezüglich der Fruchtfolge und des Anbauplans gemacht werden.

Darüber hinaus steht die Biologie von Haustieren, Bienen, Hühnern und Kaninchen auf dem Stundenplan. Die Schüler gehen im Rahmen einer Klassenfahrt in ein zweiwöchiges Forstpraktikum, wo sie im Wald pflegend tätig werden. Im Anschluss daran beschäftigen sie sich im Unterricht u. a. mit den verschiedenen Waldtieren und den Gehölzen.

In der 8. Klasse sind die Schüler in der Lage, in der Baumschule, in der Verkaufsgärtnerei und in den Spezialkulturen wie Hoch-, Hügel- und Frühbeeten nebst Gewächshäusern zu arbeiten und das vorher Gelernte zu erweitern und selbständig übend anzuwenden.

Die ganze Zeit über wird den Jugendlichen der Umgang mit dem Boden, Pflanzen und Tieren nahe gebracht, wobei die Arbeit als intensiv und durchaus Mühe bereitend erlebt wird. Vor allem wird in dieser praktischen Erfahrung im Umgang mit der Natur- und Kulturlandschaft das Beobachtungsvermögen an der Umwelt, das Erkennen von Zusammenhängen, Sorgfalt und Durchhaltevermögen geschult.

In der 9. Klasse absolvieren die Schüler ein dreiwöchiges Landwirtschaftspraktikum, was sie auf einem selbst gewählten biologisch-organisch/dynamischen Hof in dem Gebiet der EU absolvieren. Hier stehen neben dem Leben auf dem Biohof der Umgang mit den Haustieren, die Arbeit mit Maschinen und das Kennenlernen von Veredelungsprozessen, wie z.B. die Käseherstellung oder das Brotbacken im Vordergrund.

Der Gartenbauunterricht endet in der 10. Klasse mit einer Veredelungsepoche. Hier lernen die Schüler die Winterhandveredelung von Apfelbäumen und damit auch die wundersame Wirkweise des sogenannten „Propfens“.

Am Ende der Schulzeit kann jeder Schüler seine selbst kultivierten Apfelbäume mit nach Hause nehmen oder/und an Biohöfe der Region verschenken und damit seinen Beitrag zum nachhaltigen Erhalt und zur Entwicklung unserer Kulturlandschaft beitragen.